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Solala

Irgendwo in der norddeutschen Provinz

Nach der Melodie "Mamy Blue"


Im September 2006 ergriffen Mitglieder eines vormals in der Gemeinde Bippen existierenden Singkreises die Initiative, einen neuen Chor zu gründen. Mit Jürgen Zimmermann hatte man einen ‚Tonangeber’ angeworben, der nicht wusste, was auf ihn zukam, aber sich darauf einlassen wollte. Mittlerweile ist Solala ein Kollektiv von ca. 35 Stimmaktivisten und sie pflegen diese eigene ‚Solala-Energie’ - sie tönen mal ‚so’ und singen mal ‚lala’. (Es gehen Gerüchte um, dass der Name einzig dem beliebten Prosecco-Ritualen in der Gruppe geschuldet sei – dem sei hier energisch widersprochen).

Solala – der Name ist Programm! Weniger im Sinne der schlampigen Ausführung, sondern er verweist auf unser aller Anfang als tönende Wesen: Wenn wir als Babys zuerst die Wahl haben zwischen Schreien als Alarmsignal und dem wohligen Lallen bei Zufriedenheit. In der alltäglichen Deutung stehen ‚lallen’ und ‚schreien’ zumeist für (negativen) Kontrollverlust. In ihrer Stimmenergie bilden sie jedoch die Polarität der vokalen Gestaltung von Solala. Aus dem Lalala-Gefühl leitet sich der introvertierte Stimmgestus ab: zuweilen ein geheimnisvolles Flüstern, ein magisches Raunen, dann ein beschwingtes Lallen. Der Schrei als extrovertierter Stimmgestus wird kanalisiert zum ‚chanten’: als skandierter Text, scharf angesetzte Melodie, als weit reichender ‚Ahoi!-Gestus’.

Stampfen, Klatschen, Rasseln, Schuhlöffel, Congas, TanTan, Cajon, Gitarre, Bumm-Schläger und auch eine Vuvuzela begleiten die Gesänge. Besonders eindringlich sind die Momente, wo die Gruppe zum Kazoo-Orchester wird. Solala ist das Vokalensemble für die Werkshalle, der Kneipenchor für die Kirche …Apropos Kirche: Zwar ist Solala eine eigenständige Gruppe, die ihre Aufwendungen aus den Beiträgen der Mitglieder finanziert, aber auch in das Geschehen der evangelischen Gemeinde St. Georg in Bippen einbezogen. Die Proben finden im Gemeindehaus statt und somit beteiligt sich die Gruppe immer wieder musikalisch im Gottesdienst.

To do is to be – Rousseau.
To be is to do – Sartre.
Doobedoobedoobedoo – Sinatra.

(Graffiti-Spruch)